Etwa jeder fünfte Jugendliche schmeißt die Ausbildung, die meisten bereits im ersten Lehrjahr. Auch wenn es dicke Luft gibt, sollte eine Kündigung das letzte Mittel sein.
Suchen Sie das Gespräch
Die meisten Jugendlichen geben als Kündigungsgrund Konflikte mit dem Ausbilder oder Chef an. Dabei kommt oft heraus, dass die Auszubildenden die Konflikte höher bewerten als ihre Vorgesetzten. Ein konstruktives Gespräch mit dem Ausbilder kann Probleme aus der Welt schaffen. Schreiben Sie sich vor dem Gesprächstermin auf, über welche Themen Sie sprechen möchten. Bleiben Sie während des Gesprächs sachlich und offen für Kritik.
Hilfe von außen
Ist die Situation zu verfahren, schalten Sie den Ausbildungs-Berater Ihrer zuständigen Handwerks- oder Industrie- und Handelskammer ein. Er vermittelt zwischen den Parteien und kann in vielen Fällen schlichten. Neue Erkenntnisse gewinnen Sie zum Beispiel durch ein Gespräch mit Berufsschul-Lehrern, gegebenenfalls dem Betriebsrat oder der Berufs-Beratung in der Agentur für Arbeit. Sie kennen vielleicht eine bessere Lösung als die Brocken hinzuwerfen.
Alternativen klären
Wenn nichts mehr hilft, sollten Sie sich vor einer Kündigung über Alternativen informieren, z. B. eine neue Ausbildungs-Stätte, eine ähnliche oder ganz andere Berufsausbildung oder ein Studium. Vor dem Neustart in einem anderen Betrieb empfiehlt sich ein Praktikum. Es gilt als das beste Rezept gegen einen Ausbildungs-Abbruch. Denn Betrieb und Auszubildender können vorab herausfinden, ob sie zusammen passen.