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Südkorea

Tradition und Moderne

Klassische Architektur und kulturelle Artefakte, via Handy surfende Senioren und das schnellste Informationsnetz der Welt. Wie kaum ein anderes Land vereint Südkorea die Extreme und bewahrt sich einen ganz eigenen Charme.

 

Viele Gebäude wurden vor einem halben Jahrhundert während des Koreakriegs beschädigt oder zerstört. Doch obwohl Koreas Städte aus Beton, Stahl und Glas wieder aufgebaut wurden, wurden bei der Restauration der alten Tempel und Paläste die gleichen Techniken benutzt, die beim Bau der Originale zur Anwendung kamen.

Moloch für Millionen

Der sensible Umgang mit der eigenen Geschichte spiegelt sich an vielen Stellen des Landes wider. Doch nirgendwo sind diese Impressionen so konzentriert wie in Seoul, der imposanten Kapitale, einem Hightech-Moloch für mehr als zehn Millionen Menschen. In den Shopping-Straßen von Myungdong, Kangnam und Apkujeong finden sich die Kollektionen der bekanntesten Modedesigner der Welt in eleganten Boutiquen. Ausladende Einkaufsbezirke auf beiden Seiten des Han Flusses lassen jeden Konsumwunsch wahr werden. Und abends hat man die Qual zwischen unzähligen Clubs und Restaurants, wobei sich die angesagtesten Adressen im Süden der Metropole in den Bezirken Gangnam und Apkujeong finden.

Im Norden der Stadt befinden sich die eher traditionellen Bezirke, das Geschäftszentrum und viele kulturelle Sehenswürdigkeiten. Hier laden restaurierte Paläste, konfuzianische Schreine und buddhistische Pagoden direkt neben übervollen traditionellen Märkten und Antiquitäten-Läden zum Verweilen ein.

Steinernes Weltkulturerbe

Rund 45 Kilometer südlich von Seoul liegt Suwon, die Hauptstadt der Provinz Gyeonggi. Die Stadt entstand im Umfeld der imposanten Befestigungs-Anlage Hwaseong während der koreanischen Renaissance im 18. Jahrhundert. Viele der Festungsanlagen sind noch immer in einem so guten Zustand, dass sie im Jahr 1997 in die Liste des Weltkulturerbes der UNESCO aufgenommen wurden. Wer einige Stunden Zeit hat, kann die fast sechs Kilometer lange Stadtmauer mit ihren Wällen, Toren und Wachtürmen begehen, die zu den herausragenden Zeugnisse der militärischen Baukunst vor gut einem Vierteljahrtausend zählen.

In der Umgebung von Suwon finden sich auch viele andere kulturelle und historische Sehenswürdigkeiten, wie etwa der im Jahre 854 entstandene Yongju Tempel und die Königsgräber Yeongneung und Gongneung aus dem 18. Jahrhundert. Heutzutage ist die Millionenstadt mit seinen Themen- und Freizeitparks Everland, Woncheon und dem Korean Folk Village ein beliebtes Ausflugsziel - und das nicht nur für Südkoreaner.

(XXL-News/Jan Noy)